Sonntag, Januar 24, 2010

Sag JA zur Winterdepression!

Ich les es in immer mehr Blogs und hör es es fast im gesamten Bekannten- und Freundeskreis: alle Welt lamentiert über den doofen Winter und wie schlecht man sich dabei fühlt.

Wir fühlen uns lust- und antriebslos, kriegen den Arsch nicht hoch und haben schlechte Laune. Dauerkälte, keine Sonne, dreckiges und spiegelglattes Eis in kleinen Straßen und auf Gehwegen. Dazu noch diese elende Scheibenkratzerei jeden Morgen. Jeder rennt mit ner Fresse rum, alles ist grau und ätzend und dann auch noch dieses unglaubliche Schlafbedürfnis... ich könnte ja ständig schlafen! Mein Mittagstief dauert mittlerweile von morgens bis abends und dann geh ich ins Bett.

Doch was liest und hört man nicht alles für tolle Tips: Viel Obst essen! Vitamine, jawoll! Sport im Freien machen! Auf die Sonnenbank gehen, das setzt Vitamin D und Endorphine frei. Duftkerzen, Aromatherapie, gönn Dir mal was.

Wir dürfen nämlich nicht durchhängen. Wir müssen immer energiegeladen und gut drauf sein. Tschakka! Zeig's dem Leben!

Doch was ist, wenn ich das gar nicht will?! 

Die ganze Natur darf in unseren Breitengraden einige Gänge runterschalten. Bäume und andere Pflanzen machen Schläfchen. Die Tiere pennen eh bis es wieder warm wird oder ernähren sich in muckeligen Bauten von ihren Vorräten. Außer einige Ausnahmen, die eh immer leicht hysterisch sind (Vögel, Eichhörnchen). Noch vor wenigen Generationen machten unsere Vorfahren das Gleiche. Da wurde das Vieh versorgt und nur die allernötigsten Arbeiten verrichtet und ansonsten saß man vor dem Ofen, schnitzte Löffel oder flickte die Klamotten bis der Stress mit der Aussaat wieder los ging.

Aber wir modernen Menschen haben zu funktionieren und ständige Lebendigkeit und Frohsinn an den Tag zu legen.

Mach ich nicht mehr mit! Ich will jetzt schlecht gelaunt sein und ich will meinen Hintern auf der Couch parken, wann immer ich Gelegenheit dazu habe. Ich will mich nicht pushen, mit Vitaminen vollstopfen oder sonstwie dagegen angehen. Ich genieße es!

Ich habe mir Freitag und Montag freigenommen und es war bisher herrlich: Freitag habe ich den ganzen Tag auf der Couch gelegen und mich in Etappenschlaf geübt. Samstag waren Herz und ich kurz einkaufen und dann kuschelten wir auf seiner Couch rum, guckten fern, haben gelesen, Mittagsschläfchen gemacht und der Rest geht Euch nichts an.  Jetzt bin ich wieder daheim und wieder häng ich auf halb acht in meiner Kuhle. Vielleicht raff ich mich morgen auf und schmeiß wenigstens ne Ladung Wäsche in die Maschine, aber sicher bin ich mir da nicht.

Und wenn Dienstag unausweichlich die saublöde Frage kommt, ob ich was Schönes unternommen hätte, werde ich zufrieden mit JA antworten: ich habe meine Winterdepression gepflegt und es war toll!

Bald ist Frühling!

 

Dienstag, Januar 19, 2010

Petersilie verhagelt...oder auch nicht

Gestern stürmte ein Überfallkommando das Haus meines Bruders und seiner Familie.

Nach diversen konspirativen e-Mails und Telefonaten bewaffneten wir uns mit Käseplatte, einem riesigen Topf Chili, reichlich Flaschen und...Petersilie, um sofort das Wohnzimmer zu okkupieren, damit wir in Erinnerungen schwelgen können.

Petersilienhochzeit! 12,5 Jahre sind die beiden nun verheiratet und die Trauzeugen hatten zum Sturmangriff geblasen.

Diese unglaublich debilen Gesichter, als da plötzlich mehr als 20 Leute fröhlich vor der Tür standen...(wäre ja mein Alptraum!).

War alles saukomisch. Wir guckten gackernd die alten Hochzeitsfilme, lästerten über Frisuren von damals oder fehlende Haare von heute und bewunderten dann das Jubelpaar, das sich tatsächlich in sein altes Hochzeitsornat schmiss. Respekt vor meiner Schwägerin, deren Kleid nach 12,5 Jahren und zwei Kindern noch perfekt sitzt. Über meinen Bruder schweigen wir lieber. Naja, das Hemd passte noch...

Wir freuten uns übrigens auch sehr über das Filmchen vom Einstieg in seinen Junggesellenabschied. Die Mimik meines Bruders, als er mitten auf dem Tennisplatz einen erstklassigen Lapdance genießen durfte, während ein gutes Dutzend seiner Freunde (sowie unser Vater) feixend drumherum standen, war zu und zu schön.
Meine Schwägerin bekam damals übrigens einen Zauberer von Ihren Freundinnen, was ich immer noch unglaublich dämlich finde. Kindergeburtstag oder was? Ich wäre jedenfalls maßlos enttäuscht gewesen.

Und ich habe zu meinem Entzücken festgestellt, dass ich mir heute besser gefalle als vor 12,5 Jahren.

Dienstag, Januar 12, 2010

Bleibt doch einfach zuhause!

Ich plädiere dafür, dass leicht- bis mittelschwere Geistesverwirrungen, verbunden mit irrationalen Ängsten vor winterlichen Wetterbedingungen fürderhin "Daisy" genannt werden.

Nein, was ist es wieder alles traumatisch: ca. 15cm Schnee, Temperaturen unter 0°C und, man stelle sich vor, glatte Straßen. Kreisch, es ist Winter!

Die Idiotendichte hier in Hamburg steigt exponentiell zur Schneemenge. Dies wäre grundsätzlich nicht weiter dramatisch, wenn nicht genau diese Idioten trotzdem mit ihrem Auto die Straßen unsicher machen würden.

Sie fahren mit 30kmh über geräumte Hauptstraßen und sitzen dabei verkrampft hinter dem Lenkrad, als würden sie mit 240 Sachen über den Nürburgring brettern.

Konsequenterweise fahren sie dann in (ebenfalls geräumten) 30-Zonen gerade mal 15kmh. Schließlich wollen sie den Unterschied zwischen Haupt- und Nebenstraße fühlen.

Ich fühl nur noch Adrenalin!

Ja, es ist teilweise sehr glatt. Ich fahr momentan auch recht sutsche - angepasst halt!
Aber ich habe keine Angst! Wenn ich Angst hätte, dann würd ich die Karre stehen lassen.

Fahrverbot für alle Angstfahrer - JETZT!

Montag, Januar 11, 2010

Gar nichts los hier

Moin meine Lieben,
mit Entsetzen verfolge ich die Nachrichten und die Berichte über die Zustände in der Republik. Meck-Pomm, Fehmarn etc...
Ganz Deutschland versinkt im Schneechaos.

Ganz Deutschland? Nö! Hier in Hamburch ist alles entspannt. Ok, es liegt ne Menge Schnee, die Straßen sind schweineglatt, aber das war's auch schon.
Kein Sturm, keine größeren Schneeverwehungen, alles halb so wild.
Daisy und der Sturm sind haarscharf an uns vorbeigeschrammt und wir haben hier gerade mal die äußersten Ausläufer abbekommen.

Ich hoffe, Euch hat es auch nicht so schlimm erwischt und dass Ihr weder auf der A20 gewesen seid noch dass der Strom ausgefallen ist.

Donnerstag, Januar 07, 2010

"Interessiert mich doch gar nicht!"

Gestern am frühen Abend:
Diverse Anverwandte und Bekannte sitzen am Tisch bei meinem Bruder und trinken Käffchen, um den Geburtstag meines Neffens zu feiern.
Die Kinder spielen irgendwo im Haus und die Runde führt angeregte Diskussionen:

"Also ich find das ja pervers mit dem Münte und diesem jungen Mädchen!"

"Na, der Dicke doch auch! Erst die Sekretärin und nun die Junge."

"Die Sekretärin war doch aber in seinem Alter."

"Ja aber die jetzt nicht und der ist doch schon dement."

"Ich will mir das gar nicht vorstellen!"

"Interessiert mich doch gar nicht, wer mit wem, aber man fragt sich ja doch..."

"Wird auch kaum drüber berichtet. Ist wohl ein Agreement mit den Journalisten. Genau wie bei unserem Ole!"

"Ja, da liest Du gar nichts drüber!"

Jago, die die ganze Zeit schweigend neben Ihrer ebenfalls schweigenden Schwägerin saß, lehnt sich zu ihr rüber:

"Ist das hier 'Die Bunte' für Intelektuelle?"

Schwägerin: "So sieht das aus!"

Schwägerin und Jago: "Gnihihihi..."

Dienstag, Januar 05, 2010

Von Arschlöchern, Umzügen und heftigen Feten

Erstmal frohes Neues, meine Lieben! Ich hoffe, Ihr seid alle gut reingekommen.
Herz und ich haben wieder Ottensen unsicher gemacht und den Stadteil in Schutt und Asche gelegt.
Nachdem wir 8 Jahre lang überhaupt nicht geknallt haben, gönnten wir uns diesmal 4 fette "Effektbatterien". Diese Idee hatten auch fast alle anderen Mitfeiernden und daher gemahnte der Straßenzug teilweise an ein biblisches Inferno ("...und Feuer fiel vom Himmel!").
War klasse!

Doch ich schulde Euch ja noch eine Erklärung für unsere geschlossenen Türen:

Erinnert Ihr Euch an das Arschloch? Nachdem wir beschlossen hatten, die Wurst aus unserem Leben zu verbannen, ging es uns eigentlich hervorragend und wir waren sehr guter Dinge.
Dies nun wieder missfiel dem kleinen Kokser natürlich und so tat er das Einzige, was kleine feige Luschen machen können: er denunzierte! Und zwar mein Herz sowohl im Schluckspecht als auch in der Nachbarschaft.

Wir erinnern uns...da gab es doch so die eine oder andere launige Anekdote. Nun haben es aber viele Anekdoten so an sich, dass sie für die Leserschaft ausschließlich dann lustig sind, wenn es sich um ANDERE Leute dreht. Bekommt man selber einen Spiegel vorgehalten, dann ist der Spaß vorbei und die beteiligten Personen konnten leider gar nicht mehr lachen.

Dazu noch intrigantes Geflüster vom Wicht und schon galten wir als misantrophische Schwulenhasser und noch Schlimmeres.
Unser Hinweis, dass das schwule Paar aus Herzens Nachbarschaft doch nur pikiert war, weil es um sie selber ging, aber sich kaputt gelacht hätte, wenn z.B. Ralf König die Story gemalt oder auch nur Mario Barth sie erzählt hätte, stieß bei diesen beiden zwar durchaus auf offene Ohren, aber bei den Besuchern des Schluckspechts ließen wir uns lieber nicht mehr blicken, wobei wir mittlerweile erfahren haben, dass die meisten weniger wegen der Geschichten sauer waren, sondern vielmehr, weil der Denunziant dafür gesorgt hat, dass die Leute quasi geoutet wurden (übrigens auf einer Seite über Raucherkneipen!).
Dass Maggie und Rocky uns nun so richtig hassen, muss ich wohl nicht extra erwähnen. Wie gesagt, nur sehr gefestigte Persönlichkeiten vertragen die Wahrheit über sich selbst...

Naja, Herz wollte ja sowieso umziehen, damit das Herzenskind endlich ein eigenes Zimmer bekommt, wenn es uns besucht und so beschleunigte sich das Ganze ein wenig.
Die neue Wohnung ist größer, schöner, günstiger und ich bin schneller da.

Darüberhinaus haben wir die Blogs geschlossen, um keine weitere Munition zu liefern.
Ich hielt es auch für besser, die Geschichten aus Brave New World rauszunehmen, da man ja nie weiß, wozu der kleine Kokser noch fähig ist.

Mein neuer, privater Blog ist schon mal angelegt, aber bislang ohne nennenswerten Inhalt.
Fürderhin werden aber ausschließlich dort Anekdoten aus Brave New World oder ähnlich Verfängliches veröffentlicht. Der Vorteil: nun kann ich da richtig vom Leder lassen, harrharr.

Falls Ihr dort lesen wollt: jagolina at web punkt de

Aber habt bitte Verständnis, dass ich nicht jeden, der mich fragt, dorthin einladen werde. Leider muss ich jetzt wirklich ein wenig vorsichtig sein.

Ich hätte niemals gedacht, dass es mal soweit kommen würde...

Montag, Januar 04, 2010

Wieder- und Neueröffnung

Alle weiteren Erklärungen folgen morgen.

Falls hier überhaupt noch jemand reinschaut...

Sonntag, September 20, 2009

Sodomie am Samstag

Jüngst erfreute ich Herz mit einem neuen Utensil für den nicht gemeinsamen Haushalt.

Da wir uns beide durch eher schlichten Humor auszeichnen, erfreuten wir uns sehr an äußerst kreativen Vorschlägen zur Verwendung der Neuanschaffung.

Gestern abend führten wir das Teil jedoch seiner eigentlichen Bestimmung zu, was weitere Heiterkeitsausbrüche bei uns auslöste.

Eins kann ich Euch versichern: das war der beste Brathahn, den ich je genossen habe und ich kann nur jedem die Anschaffung eines HÜHNERBRATERS empfehlen. Das Fleisch wird gleichmäßig zart und saftig, die Haut überall wundervoll kross und das ganze Fett sammelt sich in der Auffangschale.

Freitag, September 18, 2009

&%$§

"Eingriff: A EINSPRITZEINHEIT
GLOB.FKTSKONTR. STEUERGERÄTE
KABELSTRANG EINSPRITZEINHEIT
INST.GESETZT.

LÖTVERBINDER

GESAMTBETRAG: EUR 244,09"

Kotz!!!

Und damit es nicht langweilig wird: Jagos (also Kater Jago, nicht Eure schreibende Jago) Blut ist irgendwie geronnen und konnte nicht untersucht werden. Blutabnahme für die Tonne. Müssen wir noch mal machen. MENNO!!!! Wir hatten ihn so schön ausgetrickst: seit seiner OP lässt er sich ja nicht mehr an den Vorderpfoten anpacken. Ich muss sehr gewitzt sein, wenn ich ihm die Krallen stutzen will (im Schlaf überraschen - zwei Stück schaff ich immer) und beim Tierarzt rastet er komplett aus. Muss wohl damals so richtig was schief gegangen sein mit der Braunüle; anders kann ich mir das nicht erklären.

Das hab ich denen in der Tierklinik erklärt, woraufhin er kurzerhand auf die Seite gelegt und das Blut halt an der Innenseite eines Hinterlaufs entnommen wurde. Er war total artig, aber ob das noch mal so gut klappt?

Doch ich habe auch eine gute Nachricht: Toppis Blutwerte sind nicht überragend, aber ok.

Leber und Nieren ein wenig erhöht, aber nicht besorgniserregend und der Schilddrüsenwert ist dank der täglichen Tablette stabil unterhalb der oberen Toleranzgrenze. Außerdem ist sie mit ihren 17 Jahren fast so fit wie ne junge Katz und nächste Woche können wir Zahnstein entfernen.
Leider hab ich da keinen Urlaub mehr und muss sie daher morgens abliefern und kann sie erst abends wieder abholen.

Und außerdem ist es voll ätzend, wie schnell zwei Wochen Urlaub vorbei sind, grmpf.

Donnerstag, September 17, 2009

Poppmusik

Mittwoch ist für mich der einzige Tag der Woche, an dem ich mir sicher sein kann, dass  mich mein Fernseher gut unterhalten wird. Allerdings wird es seit gestern ein wenig kompliziert, da "Desperate Housewives" zeitgleich mit "Heroes" läuft.

Da jedoch "Heroes" die Spannung der ersten Staffel nicht wirklich halten kann, konnte ich problemlos hin und her zappen, danach mit Buch und und einem Auge auf "Stargate Atlantis" die Zeit überbrücken und dann kam meine absolute Lieblingsserie: "Torchwood"!

Ich liebe es! Schräge Stories, schräge Charaktere. Ich bin noch nicht ganz über den Tod von Tosh und Owen (seinem endgültigen) hinweg, aber die Begeisterung hält trotzdem an. 

Doch eigentlich ist dies gar nicht der Grund meines Schreibens. Sowohl "Heroes" als auch "Stargate Atlantis" als auch "Torchwood" laufen bekanntermaßen auf RTL II, einem Sender, der sich primär durch fiese Prekärschichtenformate auszeichnet und dem Zuschauer die billige Befriedigung verschafft, dass er sich bräsig im Sessel zurücklehnen und ausrufen kann "Gott sei Dank, ich bin nicht so ein Vollproll!". Kann durchaus auch mal Spaß machen,  hinterlässt aber doch ein schmieriges Gefühl.

Gestern achtete ich zum ersten mal auf den relativ neuen Senderjingle:

"Let's have some fun this beat is sick, I wanna take a ride on your disco stick."

Ich hab gerade mal gegoogelt. Das epochale Werk wird von Lady Gaga intoniert. Auch so eine Prollette, die kein Mensch braucht und die außer Titten und möglicherweise einen Dödel nichts zu bieten hat.

Naja, fast nichts, außer einem Poppsong für RTL II, in welchem typisch verklemmt Ami-mäßig um die Sache rumgeredet wird.

Aber wieso ein Sender ein blödes Fickellied als Jingle benötigt, muss ich wohl nicht verstehen oder?

Mittwoch, September 16, 2009

Katzen, Karre, Krise (und Cowboy)

Hallo meine Lieben, ich hab endlich mal wieder Urlaub. Letzte Woche bereits und diese auch noch. Wie das so ist, wenn ich die freien Tage zu Hause verbringe, neben dem ausgiebigen Rumgeschwächel auf der Couch, erledige ich auch Dinge, für die ich sonst keine Zeit und Muße (geschweige denn Lust) habe.

Fester Bestandteil ist da auch immer die jährliche Blutuntersuchung meiner Fellschweine. Ein Ritual, das ihnen genauso wenig gefällt wie mir. Diesmal wollte ich aber eine andere Meinung hören und so fuhren wir nicht zu meiner Tierärztin hier in Ottensen, sondern in die Tierklinik am Lademannbogen in Hummelsbüttel. Nach der üblichen Meinungsverschiedenheit wegen des Transportkorbes ("Ihr müsst da jetzt rein!" "Du kannst uns mal!") ging es auf die Autobahn.

Großes Wehklagen, Katzen am Rande des Herzinfarkts, Jago mit blankliegenden Nerven.

Der Wagen verhielt sich halbwegs artig, d.h. er ging nicht aus, um mich zu zwingen, dann an irgendwelchen Kabeln zu ruckeln, damit er wieder anspringt. Hat er im letzten halben Jahr gerne mal gemacht und auch der coolste Auftritt verschleift sich, wenn er sich zu oft wiederholt.

Jedenfalls brachten wir die Fahrt gut hinter uns und auch die Butabnahme verlief relativ komplikationslos. Ich machte mich also wieder auf den Heimweg, da überrascht mich die Karre mit einem neuen Trick: ruckartiges Beschleunigen ohne mein Dazutun! Einfach während der Fahrt. Egal, in welchem Gang. Das machte mir dann doch Angst und da meine Werkstatt in der Nähe war, wog ich kurz den Stress der Katzen gegen die Gefahr des Weiterfahrens auf, steuerte auf den Hof von Renault und verlangte Soforthilfe. Die wurde mir auch gewährt, zog sich jedoch ewig hin.

Währenddessen saß ich im Büro mit ca. 12 Kilo Katzen + Korb auf dem Schoß und war mit den Nerven ebenso am Ende wie die Viecher. Dann endlich das Resultat: ich hatte wohl mal einen Kurzschluss an einem der Kontakte der Einspritzpumpe und dieser Kontakt ist jetzt korrodiert. So kommt es sowohl zum Ausgehen des Motors während der Fahrt als auch zu dem unmotivierten Warp-Schub. Hurra. Eine sofortige Reparatur sei leider nicht möglich, da geprüft werden müsse, ob die Korrosion auch auf den Kabelbaum übergegriffen hat und es dort zu weiteren Verschmurgelungen gekommen ist. Nochmal hurra und ein Anruf bei Herz. RETTE UNS!! 

Er hat sich auch sofort auf den Weg gemacht (danke nochmal, mein Herz!), aber quer durch die Stadt dauert halt doch ein wenig. Also verfrachtete ich die Viecher und mich auf den Hof in die Sonne und harrte der Dinge. Immerhin verhalf mir dies zum vierten Teil der Überschrift und erhellte mir den Tag dann doch ein  wenig.

Um 13:30 Uhr waren wir endlich wieder daheim und ca. 3 Stunden später hatten mir auch die Fellschweine den Ausflug verziehen und kamen wieder angeschmust.

Morgen bekomme ich die Ergebnisse der Katzen und meine Karre und erfahre auch, wieviel Talers mich der gestrige Tag gekostet hat.

Und Freitag muss ich wohl wohl wieder in die Klinik - Zahnsteinentfernung bei Toppi.

Hurrahurrahurra!

Montag, August 31, 2009

Finger in der Muschi

Neulich in Ottensen:


Eine sehr gute Freundin von mir lernt zu fortgeschrittener Stunde und in ebensolchem Zustand einen jungen Mann kennen, der nach dem Austausch erster Artigkeiten den bescheidenen Wunsch äußert, von Ihr ein Photo zu erhalten, auf dem sie den Finger in ihrer Muschi hätte.

Ein derartiges Anliegen zu verlautbaren ist ja eine überaus erfolgsversprechende Strategie, doch leider musste meine Freundin dem jungen Mann seinen Wunsch versagen und tat dies mit wohlgesetzten Worten, welche auch einige freundliche Mutmaßungen über seinen Geisteszustand beinhalteten.

Doch stellt Euch Ihr Bedauern vor, als es nur zwei Wochen später zu einer Situation kam, welche Sie in die Lage versetzt hätte, seinem Wunsch zu entsprechen.

Leider leider zu spät konnte sie das begehrte Photo tatsächlich machen und sie ist nach wie vor sehr traurig, dass sie dieses Bild nicht zur rechten Zeit zur Hand hatte:


(Und ich freu mich jetzt darauf, wieviele neue Leser mir Google bescheren wird...)

Dienstag, August 25, 2009

Let 'em swing II

Ich halte übrigens nicht nur OBERbekleidung für sinnvoll...

Let 'em swing

Das Verhältnis zum eigenen Körper ist ja doch bei jedem etwas Besonderes. Ob man sich nun selber schön findet oder nicht, irgendwie muss man mit dem, was man so hat, zurecht kommen.

Es gibt Menschen, die ihren Körper als Freiheitssymbol betrachten - in seiner nackten Form. Da stieß ich neulich beim Zappen auf einen Bericht über sog. "Naturisten". Recht spießige Gestalten, die zwei- bis dreimal im Jahr für einige Wochen ganztägig ihr Gemächt der Witterung aussetzen und sich dadurch frei fühlen. Richtig gut geht es ihnen, wenn sie dann auch noch ihr kleines primitives Camp verlassen können, um allerlei sportlichen Betätigungen nachzugehen.

Am schönsten war die Szene, als dem Fahrradverleiher, der mit einem kleinen Transporter diverse Fahrräder zum verabredeten Ort brachte, aufging, dass da gleich eine Horde Leute ihre blanken Rosetten auf seine schönen Ledersattel reiben werden.

Sein Lächeln wirkte ein wenig unentspannt...
Genauso unentspannt kam das Rentnerpaar rüber, dem die Nackedeis hoch zu Ross über den Weg trabten. Wieder mal wurde über die Freiheit palavert und gerade Nacktreiten muss Gefühle auslösen, die sonst nur Spartakus bei der Flucht aus der Gladiatorenschule nachempfinden kann.
Ich persönlich wäre ja nicht besonders scharf drauf, Pferdefell an Schamlippen oder gar Klitoris kleben zu haben, aber mit dieser Ansicht bin ich ja wieder verklemmt.

Denn das ist ja immer die ultimative Argumentation der Anhänger der Freikörperkultur: wer keine Lust hat, seinen nackten Arsch der gesamten Umwelt zu präsentieren, der ist verklemmt.
Basta! Fertig! Ende der Ansage!

Dagegen kommt man nicht an. Wenn man mit der Schutzfunktion der Kleidung argumentiert, wird nur die Augenbraue gehoben und wenn man auf den ästhetischen Aspekt zu sprechen kommt, ist man ein oberflächliches Sackgesicht.

Und wenn man schlichtweg nicht nachvollziehen kann, was das Ganze mit Freiheit zu tun haben soll, ist man auch noch ein Idiot, der keine Ahnung hat.

Beim nächsten Saunabesuch werde ich mal in mich gehen, was für Freiheitsgefühle in mir ausbrechen - bislang ist mir da nämlich noch nichts aufgefallen.

Donnerstag, August 20, 2009

Muschifraß!

Ich krieg noch das Kotzen über diesen elendigen Hype um die Rauke.

Oh...pardon...RUCOLA.

Zeigt mir doch mal wieder, wie bescheuert die Leute sind: ist ja nachvollziehbar, dass irgendwann mal in harten Zeiten jedes Unkraut gefressen wurde, um den Vitaminhaushalt halbwegs auf Spur zu bringen. Davon kam man ja auch schnell wieder ab und das Kraut geriet in die verdiente Vergessenheit.

Doch kaum wirft ein findiger Mensch das Gestrüpp mit italienischen Namen auf dem Markt, ist es plötzlich ganz was dolles und die ganze Nation stopft sich das Zeug mit Inbrunst rein. Das sind die gleichen Idioten, die einen Grauburgunder rundweg ablehnen, aber Pieno Gritscho für den Gipfel der Keltereikunst halten.

Das kann doch alles nicht Euer ernst sein: Rauke ist fies stängelig, hängt den meisten Leuten beim Verzehr quer in der Fresse und schmeckt wie die Grashalme, auf denen man als Kind quietschig gepfiffen hat.

Aber es ist ja Rucola, tötööö. Und da das Volk nunmal Hecke fressen will (danke Atze!!), findet man es jetzt fast überall - nicht nur im Salat, sondern auch auf dem Carpaccio, an Pasta oder auf der Pizza - ist immer ne elende Fummelei bis man den Mist abgefrickelt hat.

Dass Weiber jeden kulinarischen Scheiß mitmachen, wenn es nur nach sportlich, gesund und figurbewusst aussieht, ist eine Sache, mit der ich mich abgefunden habe, aber Männer, oder besser gesagt: Luschen männlichen Geschlechts, die sich allen Ernstes in der Öffentlichkeit eine Pizza mit Hecke bestellen ("Und ein Pieno Gritscho bitte.")???

Ihr Muschis!

Heute gibt's bei mir wieder halbrohes Steak mit nem ordentlichen Pils dazu!

Mahlzeit!

Mittwoch, August 12, 2009

Erde tu Dich auf oder Jago wirft mit Schlüpfern

Gestern ergatterte ich einen phänomenalen Parkplatz direkt am Spritzenplatz neben dem Cosmos (jaja, wir waren schon wieder da).
Ursprünglich war geplant, dass ich zu Herz fahre und daher hatte ich meinen Übernachtungs-Survival-Kit im Kofferraum.
Da ich wusste, dass er ein wenig später kommen würde, ging ich also an den besagte Kofferraum und grabbelte mein Buch aus der Tasche, um es mir schon mal gemütlich in der Sonne gutgehen zu lassen.

Mit Schwung zog ich das Buch aus der Tasche und mit einem ebensolchen Schwung flog ein Schlüppi, der sich irgendwie daran verhakt hatte, im hohen Bogen neben mich.

Neben mich und neben die hochinteressiert guckenden Anwesenden.

Kennt Ihr dieses kribbelige Gefühl, das einen heiß durchfährt, wenn man sofort und auf der Stelle im Boden versinken möchte? Da bin ich jetzt 41 Jahre alt, aber derartiges ist mir immer noch genauso peinlich wie mit 16.

Ich griff meinen Schlüppi, stopfte ihn in die Handtasche und beschloss spontan, erstmal noch ein wenig shoppen zu gehen, bevor ich mich zum Publikum geselle.

Wenigstens war es ein hübscher Schlüppi: ein Tanga aus schwarzer und roter Spitze.

Dienstag, August 11, 2009

Zechen mit Dialektikern

Letzte Woche Dienstag sind Herz und ich nach einem überaus schmackhaften Mahl bei "Cosmos" auf dem Spritzenplatz (es gab Carpaccio, Pasta mit Flusskrebsen und Saltimbocca) auf einen Absacker in Tantchen Möllers Raucherclub eingekehrt. Bzw. ausgekehrt, denn sie hat zur Zeit einen schmucken kleinen Biergarten mit Pavillon und Lämpchen (2000-Watt-Strahler!!!) draußen aufgebaut. Höchst idyllisch zwischen zwei Straßen.

Wie wir da so sitzen und den lauen Abend genießen, gesellen sich zwei Pärchen zu uns an den Tisch. Und wie es dann so ist, man kommt ins Gespräch...
Die kamen aus Lünen (voll im Pott), finden Hamburg total geil und sind deswegen mindestens zweimal im Jahr hier.
Ottensen kannten sie noch nicht.

Und was sie auch nicht kannten, war der gute Hamburger Kümmelkorn "Helbing". Ein Manko, das wir sofort behoben haben.
Nach der 4. Runde waren das eine Paar und wir uns einig, dass wir bald zusammen Urlaub in Schottland machen.
Nach der 6. Runde schworen wir uns ewige Freundschaft und was danach passierte, weiß ich nicht mehr wirklich.

Fest stand aber, dass wir uns Donnerstag um 21 Uhr wieder dort treffen wollten und tatsächlich war die Freude groß, dass sich alle Beteiligten noch an diese Verabredung erinnerten.
Nach ausgiebigen Schilderungen über unsere Befindlichkeiten am Tag nach dem Gelage, plauderten wir über dies und das und dabei fielen auch zwei wundervolle Sätze/Wendungen seitens unserer auswärtigen Neubekanntschaften:

"Und dann bin ich ersma nach'm Irländer rein und hab ein Günnes getrunken!"

"Wir sind nach Pitstop hin...."

Wir werden uns auf jeden Fall wiedersehen und bis dahin gehen wir nach allem hin.

Samstag, August 01, 2009

Jagos Schönheitstips II

Falls man gerade keine Zahnseide parat hat, tut es auch eine Handvoll Gummibärchen. 

Aber Obacht! In einem von zehn Fällen drückt man den Zahnschmuck einfach nur tiefer in die Zahntasche und es tut lausig weh.

Neues...

Da sind wir wieder, Herz und ich. Allerlei Widrigkeiten haben uns in der letzten Zeit davon abgehalten, uns den schönen Dingen des Lebens zu widmen. Herz hat es hier detaillierter beschrieben, was so vorging. Und wie es halt so ist, wenn man über 7,5 Jahre zusammen ist - ich hing auch mit drin und das war auch gut so.

Normalerweise steh ich ja auf dem Standpunkt, dass jeder im Leben zwei Chancen verdient hat, aber in diesem Fall erwies sich mein erster Eindruck als zutreffend und meine spontane Verachtung für einen alt und verlebt aussehenden Vierziger, der sich nicht entblödete, in Spacko-Baggyhosen rumzulaufen, um so zu tun, als sei er "junggeblieben" erwies sich als absolut begründet. Nunja, Herz fand ihn nett, so what. 

Keiner konnte damit rechnen, dass sich diese erbärmliche Wurst als intrigantes Arschloch entpuppen würde (ehrlich gesagt, soviel Intelligenz hätte ich ihm gar nicht zugetraut, aber man sollte halt Bauernschläue niemals unterschätzen.).

Wie dem auch sei, wir haben lebhafte Zeiten hinter uns. Teilweise durchaus voller Kummer und Enttäuschung, aber irgendwann in den letzten Wochen ging uns auf, dass wir so unendlich reich sind und dass so ein kleiner Kokser mit seinem leeren Leben es einfach nicht wert  ist, dass wir unser Leben weiterhin davon negativ beeinflussen lassen. Eigentlich tut er mir sogar leid, denn außer seinen Drogen und seinen Nutten hat er nichts. Keine Freunde, keinen Sinn - gar nichts.

Wir leben jetzt weiter unser Leben, mit all den wertvollen Dingen, die es beinhaltet und fühlen uns einfach nur gut, dass wir diesen Lästling nicht nur im Leben, sondern auch in unseren Gedanken losgeworden sind.

Ergo....über Idioten die kognitiv eingeschränkt sind, wird fortan nur noch aus der Ferne gebloggt, aber sie fallen uns nicht mehr lästig.

Donnerstag, Juni 18, 2009

Das Leben, wie es sein MUSS!

ICH BIN WIEDER DA!

Heute morgen hab ich mein Resthaar mit einem Haarreifen gebändigt und stöckelte im Röckchen (Burberry-Muster) und schwarzem Oberteil mit reizendem Ausschnitt in einen Tankstellenshop.

Ergebnis: 2 Männer zum Strahlen gebracht und später noch ein netter kleiner Flirt im Auto.

Jawollja, so kenn ich das, so ist es normal!

Menno, schlimm genug, dass die natürliche Alterung dafür sorgt, dass ich für niedrige Altersgruppen zunehmend unsichtbar werde, da brauch ich nicht noch eine bescheuerte Frisur, die das verstärkt!

Falls es jemanden entgangen ist: JA, das Thema beschäftigt mich immer noch, weil die Haare nämlich immer noch kinnlang sind.
Und noch einmal JA: ich bin eitel!

Donnerstag, Juni 11, 2009

Dem Kind einen Namen

Inspiriert durch eine Radiosendung heute morgen - meine Schlussfolgerung zum unten stehenden persönlichen Drama:

Ich bin in den Wechselhaaren!

Montag, Juni 01, 2009

Elegie der Jago

Letzten Freitag, also am Tag nach Himmelfahrt (aka Vatertag aka Tag der Vollhorste, die albern angezogen mit nem Bollerwagen durch die Gegend ziehen und sich dabei vollaufen lassen, anstatt dies wie jeder normale Mensch gemütlich in der Kneipe zu machen) hab ich schon gegen 12 Uhr Feierabend gemacht und fand es an der Zeit, mal wieder an meiner Haarpracht rumschnippeln zu lassen. Diese reichte mittlerweile bis weit über die Schulterblätter, war an den Spitzen arg zippelig und eine Frisur ließ sich da auch mit viel Spray nicht mehr draus machen.

Die Friseurin meines Vertrauens, Rebecca, war nicht da, also geriet ich an Annika. Meine Ansagen waren eindeutig: "Becci hat den Grundschnitt reingemacht. Bitte kürzen auf knapp über schulterlang, also ca. 6cm ab". Dabei nahm ich sogar eine Strähne in die Hand und zeigte genau, wieviel ab soll.

Nach einer entspannten Haarwäsche mit anschließender Kopfmassage schritt Annika zur Tag. Wie so üblich steckte sie alle Oberkopfhaare hoch und machte sich dann an meinem Hinterkopf zu schaffen. Vertrauensselig plauderte ich ein wenig mit ihr und dröhnte ansonsten vor mich hin.
Irgendwann hatte sie sich zur linken Seite vorgearbeitet...

Schnippschnipp

"Sag mal...WAS MACHST DU DA????"
"Wieso?"
"Du schneidest viel zu viel ab!!!"
"Du hattest doch gesagt, bis hier." (hält die flache Hand an mein Kinn)

Schnappatmung

"Ich sagte SCHULTERLANG!!!!!!"
"Viel kürzer ist es doch nicht. Wart's ab, das wird toll."
"Ich will nicht toll, ich will schulterlang!!"
"Dann haben wir uns wohl missverstanden, jetzt muss ich so weitermachen."
"Röchel"
"Die waren doch auch so kaputt, nun warte erstmal ab."
"Ich will das nicht sehen!"
"Es wird Dir gefallen, das versprech ich Dir."
"Rette, was zu retten ist!"

Ich schloss die Augen

Sie schnippelte die weiter und da sie ja nun an den Seiten arbeitete, konnte ich das ganze Ausmaß der Vernichtung beobachten. Strähne um Strähne musste dran glauben.
Anschließend föhnte sie sich den Wolf, zupfte hier und zupfte da, um sich schließlich selbst zu loben: "Das steht Dir total gut!"

"Ich habe einen Kurzhaarschnitt..."


Ich zog an den Haaren, aber das klappte nicht.

"Das ist kein Kurzhaarschnitt, das ist ein Bob, hinten schräg angeschnitten."

Stufen hab ich nämlich auch noch.

"Das sieht scheiße aus, ICH seh scheiße aus."
"Quatsch, Du siehst viel jünger aus!" (Blödes Mittzwanzigerhuhn, glaubst Du, damit kriegst Du mich?)
"Das geht gar nicht."
"Bist Du nicht zufrieden?"
"NEIN!"
"Ich geb Dir Rabatt, ok?"
"Ich geb Dir gar nichts, wie wär's damit?"

Draußen vor dem Laden zückte ich mein Telefon und rief Ninchen an: "Du, ich, Lieblingsgrieche, Alkohol, SOFORT!"
"Was ist passiert?"
"Friseur!!!"
"So schlimm?"
"ICH SEH AUS WIE ANGELA MERKEL!!!!"

Ich hörte genau das unterdrückte Lachen!

5 Minuten später trafen wir uns beim Griechen vor der Tür und reizenderweise brachte sie ein Antifrustblümchen mit.
"Du siehst gar nicht aus wie Angela Merkel."
"Nee, die hat nen Pony, ich nicht, aber die Länge stimmt."

Ich hab genau gesehen, dass sie lachen musste...grmpf.

"Das sieht gut aus. Ungewohnt, aber gut."
"Erzähl mir keinen Mist. Ich hab ne Scheiß-Kurzhaarfrisur! Was kommt als nächstes? Dauerwelle und blonde Strähnchen?"

Ok, da musste ich selber lachen.
Den Rest des Abends verbrachte ich damit, mich mit Bier und Ouzo versorgen zu lassen, während Ninchen jeden im Lokal zwang mir zu sagen, wie großartig ich aussehen würde.

Doch auch, wenn es ein lustiger Abend wurde und auch, wenn Herz sich sehr diplomatisch geäußert hat ("Du siehst sehr niedlich damit aus, aber niedlich...ist ja eigentlich nicht Dein Ding."), ich bin nach wie vor sehr sehr unglücklich.

Allerdings habe ich eine Notlösung gefunden: das nächste halbe Jahr werde ich die Haare hochgesteckt tragen (geht so gerade eben). Das sieht aus, als hätte ich längere Haare und ansonten bete ich um die Regel von 1 Zentimeter pro Monat.

Und zu Annika geh ich nie nie niemals nicht wieder!!!

Liste der sinnlosen Dinge

  • Alkoholfreies Bier
  • Entkoffeinierter Kaffee
  • Fettfreie Sahne
  • Zuckerfreie Schokolade
  • tbc (Anregungen werden gerne entgegen genommen)

Montag, Mai 18, 2009

Was im Leben wichtig ist

Samstag, 16.05.09, ca. 15:30 Uhr

Nachdem wir gerade mal wieder unter viel Gelächter "Planet Terror" geguckt hatten, ließ ich mich zu folgender Aussage hinreißen:

"Du hast übrigens echt Glück mit mir! Ich weiß von vielen Frauen, die kein Splatter oder auch nur Action gucken. Da müssen die Kerle "Der englische Patient" oder so einen Kack gucken."

Herz: "Das ist uns Männern doch egal. Hauptsache, Ihr könnt gut blasen."

Jago: "Grmpf..."

Donnerstag, April 30, 2009

Feline Widerwärtigkeiten

Die folgenden Zeilen werden für Nicht-Tierbesitzer nicht sonderlich interessant sein, aber dafür sind sie so richtig schön eklig.

Katzen kotzen! Eine Tatsache, die dem normalen Katzenbesitzer nicht erst durch das Buch "Schmitz Katze" von Ralf Schmitz sehr bewusst ist.

Exkurs: Das Buch ist durchaus zu empfehlen - sehr liebevoll und spaßig geschrieben, auch wenn es zwischendurch einige Längen hat und das Kapitel vom Superkater absolut überflüssig ist.

Wo war ich stehengeblieben? Achja: Katzen kotzen! Vielleicht ist es für Besitzer von Freigängern nicht ganz so dramatisch, da bei denen viel draußen bleibt, aber wenn man eine Wohnungskatze hat, oder besser noch zwei Wohnungskatzen, dann weiß man, warum man nachts nicht mehr barfuß durch die Wohnung geht, wenn die Tage wärmer werden.

Denn auch, wenn Wohnungkatzen schon mal prinzipiell das ganze Jahr über haaren, so ist es doch auch bei ihnen im Frühling am Schlimmsten. Und obwohl man sicher ist, dass man ihre sämtlichen Haare an den Klamotten und auf der Couch hat, es finden doch etliche noch ihren Weg in die Katzenmägen und wieder retour und was dann rauskommt ist keinesfalls so fluffig wie der Haarballen, denn der Puss with Boots in Shrek II von sich gibt. Die Haarwurst (wer hat sich eigentlich mal den Quatsch mit dem Haarballen ausgedacht??) kommt selten allein und schon gar nicht trocken.

Wenn ich Glück habe, dann höre ich, wenn es wieder so weit ist und kann die Bescherung nach dem letzten Verklingen des "Uaak uaak uaak" sofort wegwischen.
Wenn ich Pech habe, tret ich rein. Meistens hab ich Pech. Das ist allerdings nicht so schlimm wie der Tritt in das letzte Köddelchen, das sich nicht vom Poppes lösen wollte und daher im Flur durch emsiges Poppesrutschen (Hinterbeine nach vorne) auf dem Teppich hinterlassen wurde.

Fressen, kacken, kotzen, schreien - und ich lieb sie doch!

Wenn Blogger um die Häuser ziehen...

...ham se was zu erzählen, aber das hat RestInPieces bereits getan.

Ich will nur kurz erwähnen, dass ich nach dem sehr spaßigen und gelungenen Abend sehr entspannt nach Hause gekommen bin - im Gegensatz zu dem armen Kerl, der noch eine höllische Odyssee durchmachen musste.

Weiberhumor

Gestern beim Lieblingsgriechen...

Ninchen: "Wie gut, dass wir uns wegen der Schweinegrippe keine Sorge machen müssen. Frauen trifft sie ja nicht..."

BRUHAHAHA

Donnerstag, April 23, 2009

Herzensblogger

So meine Lieben, ich hink ja gerne mal hinterher und komme erst jetzt dazu, mich dieser Aktion zu widmen.
Erstmal besonderen Dank an dat Huhn, Mupfel und die Arbeitende, die mir ihr Herz geöffnet haben. Freut mich wirklich sehr :o).

Ich selber nehme allerdings davon Abstand, jetzt meine Blogroll hier aufzulisten.
Letztendlich ist ja eine Begründung für die Aktion der Trend, auf Blogrolls zu verzichten und dem folge ich nicht.

Meine Tagesretter sind mir alle ans Herz gewachsen und lese sie regelmäßig, wenn auch nicht immer kommentierend.

Ich zieh mir aber den Schuh an, dass die Liste ein wenig ungepflegt ist und da ich heute mal ein wenig Zeit und Lust habe, hier rumzuwerkeln, werde ich das jetzt ändern.

Vielleicht blogge ich vorher aber noch ein wenig rum...

Da glotzten die Glotzer

Oh Kinners, das muss ich Euch erzählen!

Ich bin ja so cool. Und wenn ich cool sage, dann meine ich cooooooool!

Eben saß ich wieder entspannt bei einem Feierabendalsterwasser und mit meinem Buch in der Sonne im Stadtcafé Ottensen.
Als dann die Sonne hinter dem blöden Baum verschwand, zahlte ich, stieg in meinen Wagen, für den ich direkt vor der Caféterrasse einen Parkplatz ergattert hatte und wollte gen Heimat starten.

Die Karre sprang nicht an! Genau die gleichen Symptome wie damals vor der Firma. Das war ja großes Drama und ich hab mich total zum Löffel gemacht, aber ich bin ja lernfähig und hatte dem Abschleppwagenmann genau auf die Finger geguckt...

Ich löste also die Sperre der Motorhaube, entstieg dem Wagen, öffnete die Haube komplett, griff in die Tiefen des Motorraumes, fummelte hier und dort ein wenig rum und ruckelte dann an dem Kabel, von dem ich meinte, dass damals auch der Abschleppwagenmann dran geruckelt hätte.

Jede meiner Bewegung wurde natürlich hochinteressiert von den Gästen auf Terrasse beobachtet. Macht ja Spaß sowas: "Höhö, guck mal die Olle."

Nach getaner Ruckelei setzte ich mich (mit immer noch offener Motorhaube) hinter das Lenkrad, und drehte mit gelangweiltem Blick den Zündschlüssel, während ich innerlich fast starb und ein Stoßgebet nach dem anderen zu den Göttern der motorisierten Fortbewegungmitteln entsannte. Sie erhörten mich:

DER WAGEN SPRANG SOFORT AN!! HAHA!

Ich hätte in die Luft springen und die Hacken zusammenschlagen können, stattdessen stieg ich souverän wieder aus und schloss die Motorhaube mit einem Gesichtsausdruck, der hoffentlich klar machte, dass diese kleinen Widrigkeiten des Lebens zwar ein wenig lästig, aber nicht wirklich weltbewegend sind, stieg wieder ein und fuhr los.

Natürlich hatte ich aus den Augenwinkeln gesehen, dass die alle guckten, hihi.

Was für ein cooler Auftritt. Ich giggel immer noch vor mich hin, weil ich kaum fassen kann, dass die Nummer wirklich funktionierte.

Dienstag, April 21, 2009

Das ham wa uns verdient!

Gestern, ca. 17:30 Uhr, Stadtcafé Ottensen.


Was kann es einem gutgehen!